Zugang schaffen, wo Systeme Barrieren bauen – Mentoring und Aufklärung als soziale Infrastruktur medizinischer Exzellenz.
Kontext
A² Mentoring und MediDus stehen für ein Engagement, das ärztliche Kompetenz über den klinischen Kontext hinaus erweitert.
Im Zentrum steht die Idee, medizinisches Wissen zugänglich zu machen – unabhängig von sozialem Status, Herkunft oder Sprache.
Dieses Projekt vereint zwei Ebenen: das A² Mentoring-Programm, das junge Mediziner:innen auf ihrem Karriereweg begleitet, und das Engagement bei MediDus, einer medizinischen Flüchtlingshilfe in Düsseldorf.
Details
Zeitrahmen:
2017-2023
Rolle:
Volunteer
Beteiligung:
Engagement
Überblick
A² Mentoring ist eine Initiative, die Nachwuchsmediziner:innen gezielt mit erfahrenen Ärzt:innen, Forschenden und Professor:innen vernetzt. Ziel ist es, Studierende frühzeitig in Forschung, klinische Praxis und wissenschaftliche Projekte zu integrieren – mit klaren Strukturen für Karriereführung, Grant Writing und Networking.
Parallel dazu engagiert sich Amr Saad bei MediDus, einer Initiative von Medizinstudierenden am Universitätsklinikum Düsseldorf. Dort begleitet er Geflüchtete aus arabischen Ländern im deutschen Gesundheitssystem – von der Vorbereitung auf Arzttermine über Übersetzungen bis zur psychosozialen Unterstützung.
Herausforderung
Im humanitären Kontext mangelt es nicht nur an Ressourcen, sondern an vertrauenswürdiger, verständlicher medizinischer Information. In beiden Welten entscheidet Kommunikation über Compliance, Vertrauen und Outcome.
Gleichzeitig fehlt ein strukturiertes Mentoring, das medizinisches Wissen frühzeitig vermittelt und kulturelle Kompetenz als Teil medizinischer Qualität etabliert.
Lösung
Durch A² Mentoring und MediDus wurde eine skalierbare Kommunikationslogik entwickelt, die sich auf niederschwellige Versorgungssysteme anwenden lässt:
- Personalisierte Aufklärungstechniken aus dem Premiumumfeld werden auf humanitäre Kontexte übertragen – angepasst, mehrsprachig und respektvoll.
- Mentoring als Netzwerk-Infrastruktur: Junge Mediziner:innen werden mit Fachärzt:innen und Professor:innen gepaart, um frühzeitig Kommunikations- und Versorgungskompetenz zu entwickeln – über reine Fachlichkeit hinaus.
- Mentoring als Netzwerk-Infrastruktur: Junge Mediziner:innen werden mit Fachärzt:innen und Professor:innen gepaart, um frühzeitig Kommunikations- und Versorgungskompetenz zu entwickeln – über reine Fachlichkeit hinaus.
Ergebnisse
Die entwickelten Kommunikationsmethoden fließen direkt in digitale Projekte wie PatientEd ein – insbesondere in die Gestaltung von empathischen Dialogsystemen für Avatare und KI-basierte Patienteninteraktion.
Geflüchtete berichten von Vertrauensaufbau und Angstabbau, während Mentoring-Teilnehmer:innen früh Zugang zu Netzwerken erhalten und dadurch schneller Verantwortung in Projekten übernehmen. Das Engagement wirkt als Reallabor für kulturell sensible Kommunikation, die nun digital skalierbar gemacht wird.