Digitales Aufklärungsprojekt mit Bayer-Förderung
PatientEd hat ein durch Bayer finanziertes Machbarkeitsprojekt zur Entwicklung eines Minimum Viable Products (MVP) für einen interaktiven Avatar in der ophthalmologischen Patientenaufklärung erfolgreich abgeschlossen. Die Initiative verbindet digitale Medizin, moderne Sprachmodelle und fachliche Expertise in der Augenheilkunde. Für Fachkreise ist das Projekt relevant, da es neue Möglichkeiten der strukturierten und standardisierten Patienteninformation eröffnet.
MVP für dialogbasierte Aufklärungstools
Das geförderte Projekt zielte auf die technische und inhaltliche Entwicklung eines webbasierten Avatars für die Aufklärung zu intravitrealen Injektionen und Kataraktoperationen. Das MVP kombiniert Backend- und Frontend-Komponenten, um dialogbasierte Interaktionen in deutscher und englischer Sprache zu ermöglichen. Erste Tests mit ophthalmologischen Fachpersonen und Patientinnen und Patienten ergaben präzise medizinische Inhalte, machten jedoch Optimierungspotenzial bei Empathie, Latenz und Spracherkennung deutlich. Darauf aufbauend wurden Glossare, angepasste Prompts und UI-Elemente wie Wissensabfragen integriert.
Technologischer Fortschritt in der digitalen Ophthalmologie
Die digitale Patientenaufklärung gewinnt angesichts zunehmender Fallzahlen, begrenzter Ressourcen und wachsender Dokumentationsanforderungen an Bedeutung. Lösungen mit generativer KI bieten die Möglichkeit, standardisierte und zugleich individualisierte Informationen bereitzustellen. In der Ophthalmologie betrifft dies insbesondere häufige Eingriffe wie Kataraktoperationen oder intravitreale Injektionen, bei denen ein hoher Aufklärungsbedarf besteht. Digitale Dialogsysteme können Prozesse unterstützen, ohne klinische oder rechtliche Verantwortung zu ersetzen.
Fachliche Steuerung durch Dr. Amr Saad
Dr. med. Amr Saad verantwortete die fachliche Konzeption und die ophthalmologische Qualitätskontrolle des MVP. PatientEd strukturierte das Projekt so, dass medizinische Terminologie, Risikokommunikation und prozedurale Abläufe korrekt abgebildet sind. Die technische Umsetzung orientierte sich an aktuellen Entwicklungen der digitalen Gesundheitsanwendungen und nutzte LLM-basierte Module zur Interaktion. Das Projekt fügt sich in PatientEds Zielsetzung ein, evidenzbasierte und nachvollziehbare Patienteninformation digital zugänglich zu machen.